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Sonntag, 5. Februar 2012 
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Chefentlastung - Wie Sie Ihren Chef in Zukunft noch mehr entlasten können


Wie Sie Ihren Chef in Zukunft noch mehr entlasten können
Sie würden Ihren Chef gern noch mehr entlasten? Sie würden gern noch verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen? Lesen Sie in diesem Beitrag aus dem Sekretärinnen-Handbuch, wie Sie Ihrer Chefin oder Ihrem Chef mit Weitblick und Organisationstalent den Rücken freihalten.

Dieser Beitrag wurde für Sie besonders übersichtlich nach Stichwörtern von A bis Z gestaltet. So ist das Nachschlagen noch einfacher.

Chefentlastung für alle

Eines vorweg: Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Empfehlungen, die die meisten Sekretärinnen in ihren Sekretariaten umsetzen können. Darüber hinaus ist Chefentlastung etwas sehr Individuelles. Die folgenden Chefentlastungs- Tipps beschäftigen sich deshalb schwerpunktmäßig mit den berühmten Kleinigkeiten, die es letztendlich ausmachen, ob Sie gute oder sehr gute Arbeit leisten.

Aufschieberitis

Schiebt Ihr Chef unliebsame Aufgaben gern vor sich her? Müssen Sie dann auf den letzten Drücker Unterlagen erstellen oder ihm anderweitig aus der Patsche helfen? Ärgerlich, denn nicht selten geraten Sie durch diese kurzfristig übertragenen Aufgaben ordentlich unter Druck.

Nur, was tun?

Klar, dass Sie wichtige Aufgaben so weit vorbereiten, wie Sie können. Doch was machen Sie, wenn Sie merken, dass die Zeit drängt und Ihr Chef auf Ihre wiederholten Erinnerungen nicht reagiert?

7 Sekretärinnen-Handbuch-Tipps, wie Sie Ihren Chef dazu bekommen, rechtzeitig zu delegieren:

Bevor Sie zu irgendwelchen Maßnahmen greifen, sprechen Sie mit ihm

Erläutern Sie ihm anhand eines tatsächlichen Vorfalls, welche Konsequenzen das Vorgehen hatte. Machen Sie deutlich, dass Sie die gewohnte Qualität nur dann garantieren können, wenn Last-Minute-Aufträge vermieden werden. Zeigen Sie Verständnis für seine Situation (er macht das schließlich nicht mit Absicht), aber appellieren Sie auch an sein Verständnis für Ihre Lage.

Treffen Sie eine Vereinbarung

Beenden Sie ein Gespräch über das rechtzeitige Delegieren nicht mit einem freundlichen Lächeln und dem guten Gefühl „Gut, dass wir darüber gesprochen haben“. Vielmehr sollten Sie mit Ihrem Chef eine feste Vereinbarung treffen, dass er Sie mit Ihrem Anliegen ernst nimmt, wenn Sie eine Arbeit bei ihm anmahnen.

Vereinbaren Sie auch, dass er offen Ihnen gegenüber ist, wenn er Hilfe braucht und Zeitmangel ihn daran hindert, Aufgaben rechtzeitig an Sie weiterzugeben. Bieten Sie ihm Unterstützung an. Machen Sie deutlich, dass Sie beide ein Team sind und dass nur eine gute Zusammenarbeit Sie beide erfolgreich macht.

Erläutern Sie den "Rattenschwanz"

Wenn Ihr Chef etwas auf den letzten Drücker erledigt haben möchte, hängen häufig auch noch andere Aufgaben davon ab, die Sie bis dahin nicht haben fertig stellen können. Machen Sie ihm klar, welche Konsequenzen es haben kann, wenn er ein Last-Minute-Arbeiter ist, und wie sich das möglicherweise auf das Ansehen und den Ruf Ihres Büros oder Ihrer Abteilung auswirkt.

Lassen Sie ihn auflaufen

Solange Sie immer alles schaffen, sehen einige Chefs vielleicht gar nicht ein, warum Sie langfristiger planen sollten. Verständlich – es klappt ja schließlich immer noch irgendwie. Den ganz Hartgesottenen kommen Sie nur bei, wenn Sie sie mal auflaufen lassen. Das hört sich gemein an, ist aber, wohl dosiert, legitim.

Sekretärinnen-Handbuch-Beispiel: Es müssen Unterlagen für das einmal im Jahr stattfindende Treffen der Außendienstmitarbeiter in einem Ordner zusammengestellt und 50-fach kopiert werden. Trotz mehrfachen Drängens rückt Ihr Chef die Unterlagen nicht heraus – wie jedes Jahr. Und auch in diesem Jahr wird er Sie am Samstag zu Hause anrufen und bitten, am Sonntag für 2 Stunden ins Büro zu kommen, um noch schnell die Unterlagen zu vervielfältigen.


Eine solche Situation ist ideal, um Ihren Chef auflaufen zu lassen und ihm klarzumachen, dass "Last-Minute- Aufträge" doch nicht immer funktionieren.

Ihre Taktik

Sie gehen an dem betreffenden Wochenende nicht ans Telefon, damit Sie sich mit ihm erst gar nicht auseinander setzen und ihm erklären müssen, weshalb Sie nicht ins Büro kommen.

Beachten Sie: Niemand kann Sie zur Verantwortung ziehen, dass Sie am Wochenende nicht einsatzbereit sind. Selbstverständlich sollten Sie vorher alles unternommen haben, dass die Unterlagen hätten pünktlich fertig gestellt werden können. Dann können Sie mit gutem Gewissen die Arbeit am Wochenende "verweigern".

Loben Sie

Wenn Ihr Chef seine Arbeitsweise ändert und entgegen seiner sonstigen Gewohnheit rechtzeitig an Sie delegiert, loben Sie ihn dafür. Bedanken Sie sich, und sagen Sie, wie sehr Ihnen das hilft. Das wird ihn freuen und ihn hoffentlich darin bestärken, diesen eingeschlagenen Weg weiter zu begehen.

Arbeiten Sie vor

Häufig können Sie viel für Ihren Chef vorbereiten. Sie wissen, dass eine Präsentation ansteht. Er kommt trotzdem nicht mit den Zahlen rüber. Erstellen Sie vorab den Präsentationsrahmen. Überlegen Sie sich: Wie viele Folien sind erforderlich, was macht am meisten Sinn? Besorgen Sie selbst Zahlenmaterial.

Sagen Sie nicht "Das sehe ich doch gar nicht ein, dass ich das alles mache", sondern arbeiten Sie vor, soweit Sie können.

Nerven Sie

Wenn nichts anderes hilft: Sprechen Sie ihn unentwegt auf die bevorstehende Deadline an. Schreiben Sie ihm zusätzlich Zettel, worauf Sie um Kooperation bitten. Manchmal haben "Nervensägen" Erfolg.


Besucher

Kommt es immer wieder vor, dass Besprechungen Ihres Chefs länger dauern als geplant und dadurch das enge und mühsam erstellte Termingefüge in sich zusammenbricht?

Resultat: Stress für Sie und Ihren Chef. Vor allen Dingen beginnen Sie zu rotieren und beschäftigen sich den ganzen Tag kaum mehr mit etwas anderem, als Besucher auf später zu vertrösten, Termine abzusagen und sich für "das Chaos" zu entschuldigen. Viel Zeit fürs Wesentliche bleibt da nicht mehr. Nur, was tun?

Die Sekretärinnen-Handbuch-Tipps: Lassen Sie Besucher nicht in Ihrem Büro warten. Das lenkt Sie von der Arbeit ab. Außerdem bekommen die Gäste Dinge mit, die für ihre Ohren womöglich nicht bestimmt sind. Platzieren Sie Wartende vor Ihrem Büro in einer Besprechungsecke, in der Kantine oder in einem Konferenzzimmer – nur nicht in Ihrem Büro.

Machen Sie einen kurzen Smalltalk mit Ihrem Gast, bieten Sie ihm ein Getränk an, und reichen Sie ihm eine Zeitung. Informieren Sie ihn, wie lange das Gespräch Ihres Chefs noch dauern wird. Und wenn diese Zeit dann überschritten wird, informieren Sie ihn über die geplante "Ankunft" Ihres Chefs.

Chaos auf dem Schreibtisch des Chefs

Gehört Ihr Chef auch zu denjenigen, die das Chaos auf ihrem Schreibtisch nur vor dem Urlaub oder vor Weihnachten dadurch in den Griff bekommen, dass sie alle Stapel auf Ihren Schreibtisch befördern? Haben Sie auch schon viele Methoden ausprobiert, das Chaos zu beseitigen – aber ohne Erfolg?

Dann versuchen Sie es mal so: Stellen Sie zum Beispiel 2 Ablagekörbe auf. Einen für Ihren Chef, den anderen für Sie. Richten Sie ihm eine Wiedervorlage ein, und helfen Sie ihm, sich zu organisieren. Denken Sie bei der Wiedervorlage an die Wochenenden oder Geschäftsreisen Ihres Chefs. Tage, an denen er abwesend ist, bekommen einen roten Reiter, weil an diesen Tagen nichts aus der Vorlage erledigt wird. Legen Sie ihm für seine Projekte bunte Ordner an, nicht nur mit dem Projektnamen beschriftet, sondern zusätzlich mit einem kleinen Bild/Symbol. Der Mensch ist ein visuelles Wesen und kann sich auf diese Weise viele Dinge besser einprägen. Ihr Chef wird bald feststellen, dass er mit dieser Organisation viel Zeit gewinnt.

Dankschreiben

Nimmt Ihr Chef offizielle Einladungen wahr, dann sollte er sich anschließend dafür bedanken. Bereiten Sie ihm ein Dankschreiben vor. Beachten Sie dabei, dass
  • ein kurzer Dank reicht,
  • besonderes Briefpapier verwendet wird, zum Beispiel Büttenpapier oder ein Briefbogen mit Wasserzeichen,
  • kurz auf das Ereignis Bezug genommen wird,
  • ein Dank nicht mit anderen Mitteilungen wie Mahnungen oder Rechnungen verbunden wird,
  • der Dank möglichst innerhalb einer Woche nach dem Ereignis ausgesprochen wird.

Entscheidungen vorbereiten

Ihr Chef trifft täglich viele Entscheidungen. Bei besonders wichtigen können Sie ihm den Vorgang erleichtern, indem Sie bedeutsame Daten und Fakten zusammentragen und ihm so aufbereiten, dass Vor- und Nachteile auf einen Blick sichtbar werden. Daten und Fakten sammeln Sie aus
  • dem Internet,
  • Statistiken und Zusammenstellungen,
  • bisherigen Entscheidungen.

Fehlzeiten bei Mitarbeitern

Sicher gibt es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Abteilung, die hin und wieder krankheitsbedingt nicht am Arbeitsplatz erscheinen.

Dann führen Sie mit diesen Kolleginnen und Kollegen ein "Rückkehrgespräch". Fragen Sie,
  • ob Sie die Krankheit gut überwunden haben,
  • ob etwas Besonderes vorgefallen ist,
  • ob sie sich wieder voll einsatzfähig fühlen.
Mit diesen Fragen signalisieren Sie Interesse. Ihr Engagement wird helfen, den Krankenstand zu reduzieren. Denn die Mitarbeiter fühlen sich wichtig und gebraucht.

Bringen Sie bei diesem Gespräch auch zum Ausdruck, dass Ihr Chef froh ist, dass die Kollegin oder der Kollege wieder zurück ist. Bei längerer Krankheit wirkt ein Blumenstrauß als besonderes Willkommen sehr motivierend.

Geburtstags- und Jubiläumsgrüße

Für viele Chefs sind Geburtstags- und Jubiläumsgrüße an Kunden und Mitarbeiter eher ein lästiges Übel, weil sie oft nicht wissen, was sie schreiben sollen. Besorgen Sie anspruchs- und geschmackvolle Glückwunschkarten, in die Sie einen passenden Textbogen einlegen können. Sie können den Text auch auf einen Briefbogen schreiben. Achten Sie dann auf ein besonders schönes Papier mit Wasserzeichen in einer dezenten Farbe wie Beige, Natur, Weiß oder Creme.

Denken Sie auch an einen passenden Umschlag! Legen Sie Ihrem Chef dann Ihren Briefentwurf vor, braucht er ihn nur noch zu unterschreiben oder – je nach Bedeutung des Anlasses – abzuschreiben.

Handlungsvollmachten

Beauftragt Ihr Chef Sie während seiner Abwesenheit mit Sonderaufgaben, die Sie für ihn erledigen sollen? Und gehen diese Sonderaufgaben über Ihr normales, sonstiges Aufgabengebiet hinaus?

Dann lassen Sie sich von Ihrem Chef eine schriftliche Bestätigung der zu erledigenden Aufgaben geben. Damit sichern Sie Ihre Kompetenz nach außen hin ab und ersparen sich lange Erklärungen gegenüber Dritten, warum und weshalb Sie diese Aufgaben wahrnehmen. Dazu reicht es, dass Sie kurz auflisten, um welche Sonderaufgaben es sich handelt, und Ihr Chef diese Liste unterschreibt. Damit sind Sie für den Fall gerüstet, dass etwas doch nicht im Sinne Ihres Chefs veranlasst wird oder sich Mitarbeiter gegen Ihre Arbeitsaufträge sträuben.

Interessante Texte in Fachzeitschriften

Stapeln sich im Büro Ihres Chefs diverse Fachzeitschriften, weil er sie irgendwann noch durchschauen möchte? Überfliegen Sie das Inhaltsverzeichnis jeder neu eintreffenden Fachzeitschrift und markieren oder kopieren Sie die Artikel, von denen Sie glauben, dass sie Ihren Chef interessieren. Sprechen Sie mit ihm ab, ob die Zeitschrift noch archiviert werden soll, und geben Sie zu bedenken, dass jeder Meter Lagerfläche mit ca. 500 € pro Jahr zu veranschlagen ist!

Je weniger uninteressante Zeitschriften Sie horten, desto geringer sind Ihre Lagerkosten. Das Argument überzeugt ihn hoffentlich, sich schneller und einfacher von seinen Zeitschriften zu trennen – zumal Sie das Wichtigste sowieso schon herausgefiltert haben. Außerdem: Die nächste Zeitschrift kommt bestimmt!

Jahresplanung

Erstellen Sie für alle wichtigen Projekte Ihres Chefs einen Jahresplan, und sprechen Sie diese Terminierung mit Ihrem Chef durch. Ihre Aufgabe ist es, diesen Terminplan zu verwalten. Pflegen Sie diesen Jahresplan, indem Sie die Termine regelmäßig prüfen und, falls nötig, korrigieren. Erinnern Sie Ihren Chef rechtzeitig an den nächsten Termin und bereiten Sie den Termin vor.

Das heißt für Sie beispielsweise:
  • Unterlagen zusammenstellen
  • andere Mitarbeiter dazu einladen
  • Datenmaterial beschaffen
  • einen Konferenzraum vorbereiten und vieles mehr
Erstellen Sie für solche Zwecke eine Checkliste, die Sie immer wieder anpassen. Sie wird Ihnen helfen, an alles zu denken.

Handelt es sich bei den Projekten im Jahresplan um Aufgaben, mit denen sich noch andere Mitarbeiter befassen, hängen Sie den Jahresplan für alle sichtbar aus, und setzen Sie für jede Aufgabe einen Termin fest, an dem sie besprochen und an die zuständigen Mitarbeiter delegiert wird.

Ein optimal geführter Terminplan wird Ihnen helfen, Termine ohne Stress und Zeitdruck vorzubereiten und abzuwickeln.

Kundenpflege

Kundenpflege gehört heute zum Handwerkszeug eines jeden Sekretariats. Halten Sie alle Informationen, die Sie über einen Kunden haben, in einer nur für Sie und Ihren Chef zugänglichen Kundendatei fest. Wenn sich nun ein Besucher ankündigt, können Sie mithilfe Ihrer Datei freundlich auf ihn und seine Interessen eingehen und seinen Aufenthalt bei Ihnen möglichst angenehm machen.

Folgende Informationen gehören deshalb unbedingt in Ihre Datei:
  • Vorlieben und Besonderheiten, zum Beispiel Kaffee, Tee, Vegetarier ...
  • Privatanschrift, Telefon- und Faxnummer, Handynummer, E-Mail-Adresse
  • bereits erhaltene Geschenke
  • Hobbys und Reisen (vielleicht hat er Ihnen am Telefon schon einmal von einer Reise erzählt oder dass er im Theater war. Daraus ergibt sich schnell ein lockeres Gespräch, und es ist zudem ein wertvoller Tipp für das nächste Weihnachtspräsent)
  • bevorzugtes Hotel, ruhig oder zentral, Bad oder Dusche ...
  • Raucher oder Nichtraucher
  • Telefonnummer der Sekretärin
Wenn Ihnen wichtige Daten fehlen, holen Sie sich Rat bei seiner Sekretärin, die Ihnen ganz bestimmt weiterhelfen wird.

Lob für Mitarbeiter

Lobt Ihr Chef seine Mitarbeiter, oder kontrolliert er sie nur? Lob bedeutet für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Motivation und für das Unternehmen Leistungssteigerung. Erinnern Sie Ihren Chef hin und wieder daran, welcher Mitarbeiter gute Leistungen erbracht hat, und helfen Sie ihm dabei, richtig zu loben:
  • Lob muss die Leistung eines Mitarbeiters betreffen, nicht ihn persönlich.
  • Inhalt, Dauer und Form des Lobes müssen angemessen sein. Er sollte nicht übertreiben und es vermeiden, überschwängliche, nicht angebrachte Lobeshymnen zu "singen".
  • Er sollte nicht vor einer Gruppe einzelne Mitarbeiter besonders loben.
  • Das Lob darf nicht mit gleichzeitiger Kritik verbunden werden.
  • Bei gegebenem Anlass sollte er möglichst sofort loben.

Moderation vorbereiten

Leitet Ihr Chef häufiger Sitzungen? Dann bereiten Sie ihm seine Moderation vor. Erstellen Sie für jede Sitzung einen entsprechenden Vordruck, auf dem die einzelnen Besprechungspunkte vorgegeben sind. Ihr Chef braucht dann während der Sitzung nur noch die jeweiligen Ergebnisse in das Formblatt einzutragen und zu notieren, wer welche Aufgaben bis wann erledigen soll.

Setzt Ihr Chef Metaplantechnik ein, bereiten Sie die Pinnwände bereits mit den entsprechenden Überschriften oder Fragen vor.

Arbeitet er mit einem Beamer oder Tageslichtprojektor? Machen Sie einen Probedurchlauf!

Neue Mitarbeiter betreuen

Kümmern Sie sich ganz besonders um neue Mitarbeiter in Ihrer Abteilung oder Ihrem Unternehmen. Geben Sie den "Neuen" von Anfang an das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, als sie den Arbeitsvertrag in Ihrem Unternehmen unterschrieben haben.

Organisationsabläufe optimieren

Prüfen Sie mindestens einmal im Jahr, wie Abläufe in Ihrem Sekretariat und die Aufgabenteilung zwischen sich und Ihrem Chef organisiert sind. Besprechen Sie Möglichkeiten, Vorgänge zu optimieren. Damit verhindern Sie, dass Sie Routineaufgaben erledigen, die für Ihren Chef längst an Bedeutung verloren haben. Über so manche Statistik, Auswertung oder Zusammenstellung macht sich Ihr Chef keine Gedanken mehr, wenn er sie in regelmäßigen Abständen ungefragt vorgelegt bekommt. Aus Gewohnheit und Bequemlichkeit werden so oft Arbeiten erledigt, die längst nicht mehr notwendig sind. Schaffen Sie sich Freiräume für die wirklich wichtigen Aufgaben.

Prioritäten der Tagesarbeit

Besprechen Sie täglich die anstehenden Aufgaben und Termine mit Ihrem Chef. Legen Sie gemeinsam fest,
  • welche Aufgaben welche Prioritäten haben,
  • welche Termine in den nächsten sieben bis zehn Tagen anstehen.
Nutzen Sie die tägliche Arbeitsbesprechung, möglichst in den frühen Vormittagsstunden, damit Sie Ihre Zeitpläne miteinander abstimmen können, um sich gegenseitig auf einen möglichst hohen und gleichen Informationsstand zu bringen. Je besser Sie informiert sind, desto besser und effektiver entlasten Sie Ihren Chef. Machen Sie ihm das deutlich, wenn er diese Gespräche nicht wichtig nimmt.

Lassen Sie sich auch vom Telefon und von drängelnden Mitarbeitern nicht von diesem Gespräch abbringen. Vielleicht können Sie das Cheftelefon für die Zeit Ihrer Besprechung auf Ihren Apparat umlegen und von einer Kollegin bedienen lassen oder gleich in ein anderes Büro stellen. Ungeduldige Mitarbeiter vertrösten Sie auf einen späteren Zeitpunkt.

Termine überwachen

Ihre Aufgabe ist es, Termine für Ihren Chef zu organisieren. Neben den üblichen Terminen sollten Sie sich auch darum kümmern, dass er
  • Kontrolltermine für Rücksprachen wahrnimmt,
  • Erledigungstermine bei Projekten nicht vergisst,
  • gesetzlich vorgeschriebene Termine (Steuern, Sozialabgaben) einhält.
Kennen Sie diesen Satz aus dem Mund Ihres Chefs: "Erinnern Sie mich daran, dass ich den Müller darauf anspreche."

Kommt so etwas öfter vor, legen Sie sich in Ihrem PC eine Rücksprache-Liste an, die Sie ebenfalls ausgedruckt vorliegen haben sollten.

Organisieren Sie Erledigungstermine bei Projekten über Outlook, und lassen Sie sich und Ihren Chef automatisch daran erinnern.

Urlaub und Abwesenheit des Chefs regeln

Stellen Sie in einer Checkliste zusammen, was geregelt werden muss, bevor Ihr Chef in den Urlaub geht oder eine längere Geschäftsreise beginnt. Damit können Sie rechtzeitig im Voraus mit der Planung beginnen und sicher sein, dass nichts Wichtiges vergessen wird. So vermeiden Sie für sich und Ihren Chef Stress bis zur letzten Minute.

"Einarbeitung" Ihres Chefs nach dem Urlaub optimieren

Damit Ihr Chef nach seinem Urlaub nicht vor Stapeln von Post sitzt, delegieren Sie alles soweit wie möglich an einen Stellvertreter. Damit Ihr Chef dennoch weiß, was während seines Urlaubs "gelaufen" ist, erstellen Sie eine Liste per Word oder Excel.

Tragen Sie in diese Liste ein, wer was wann geschrieben hat und worum es ging. Legen Sie Ihrem Chef diese Liste vor. Erledigte Vorgänge, die ihn interessieren, kann er sich von Ihnen vorlegen lassen.

Der Sekretärinnen-Handbuch-Tipp: Nehmen Sie auch für ihn wichtige Telefonate mit in die Liste auf. So hat er alles auf einen Blick.

So könnte Ihre Liste aussehen

Wann Mail / Brief / Telefon Von wem Thema Was wurde damit gemacht
2. August Brief Rieger GmbH Kostenvoranschlag Hr. Schneider kümmert sich drum
2. August Mail BZT, Frau Saar Nachfrage, ob zufrieden Haber per Mail geantwortet, alles okay
3. August Telefon Liebold GmbH, Herr Liebold Wollte was Privates besprechen Meldet sich am 26. August wieder

Vorwegdelegation verbessern

Jeden Tag erhalten Sie von Ihrem Chef Aufgaben zugeteilt, die mehr oder weniger schnell zu erledigen sind. Oft kommen diese Aufträge für Sie ohne Vorankündigung und bringen Ihren Zeitplan für den Tag durcheinander.

Die Vorwegdelegation kann hierbei Abhilfe schaffen. Überlegen Sie bei jedem Vorgang, den Sie für Ihren Chef auf den Schreibtisch bekommen, welche Aktionen für ihn damit verbunden sind – und was Sie bereits für ihn vorbereiten können.

Führen Sie gemeinsam mit Ihrem Chef Arbeitsvorbereitungsgespräche, in denen Sie gemeinsam so weit wie möglich im Voraus planen.

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