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Dass die deutsche Sprache einfach sei, kann wohl niemand behaupten. Zu den normalen Rechtschreibfallen hat das Deutsche auch jede Menge Grammatikhindernisse zu bieten.
Wie heißt es richtig? Sagt man: „Die Auslieferung dauert bis zu sieben Monate“ oder „... bis zu sieben Monaten“? Wissen Sie es?
Als Faustregel gilt: Wenn Sie „bis zu“ in einem Satz weglassen können, ohne dass der Satz grammatisch falsch wird (dass er seinen Sinn verändert, spielt dabei keine Rolle), so steht nach „bis zu“ der Akkusativ, also „Monate“: Die Auslieferung dauert sieben Monate.
Beispiel: Der Aufsichtsrat umfasst bis zu acht Mitglieder.
SekretärinnenBriefeManager-Tipp: In solchen Fällen ist das „bis zu“ ein Modaladverb, das das Verb (umfassen, dauern) näher bestimmt. Wenn Sie „bis zu“ nicht weglassen können, ohne dass der Satz grammatisch falsch beziehungsweise unsinnig wird, steht nach „bis zu“ der Dativ.
Beispiel: Kinder bis zu zwölf Jahren zahlen die Hälfte.
SekretärinnenBriefeManager-Tipp: Sie müssten in diesem Fall die gesamte Zeitangabe weglassen, damit der Satz grammatisch korrekt bleibt. In solchen Fällen gehört die Wendung „bis zu“ zu einem attributiven Präpositionalgefüge (bis zu zwölf Jahren), welches das Substantiv (Kinder) näher bestimmt. Die Fachbegriffe „Präpositionalgefüge“ und „Modaladverb“ sind hier nur der Vollständigkeit halber und für die besonders Sprachinteressierten genannt.